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Big Data und Forschungsdatenmanagement

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Big Data und Forschungsdatenmanagement

Fluch oder Segen für die Agrarforschung?

Unter Forschungsdaten werden sämtliche Daten verstanden, die als Grundlage für die Forschung dienen. Sie sind zentraler Gegenstand des wissenschafltichen Erkenntnisprozesses. Die Menge an digital erhobenen Daten ist in den letzten Jahren rasant gestiegen, nicht nur in der Forschung sondern zunehmend auch in der Landwirtschaft.

Mit der Veranstaltung soll eine öffentliche Diskussion darüber angestoßen werden, wie sich das Thema Big Data und die zunehmende Digitalisierung der Landwirtschaft auf einer übergeordneten Ebene nutzbringend weiterentwickeln und ein Mehrwert in ganzer Breite erzielen läßt.
Vorstellbar wäre eine Art Zufunftspanel "digitale Landwirtschaft", an der sich alle Interessenten entlang der Wertschöpfungskette mit Ideen und Daten einbringen. Weitere Aktivitäten dazu plant die DAFA im nächsten Jahr.


Hintergrund

Das vierte Forschungsstrategische Fachforum widmete sich den Herausforderungen und Problemen, die grundsätzlich im Umgang mit Forschungsdaten vorhanden sind und wie die (Agrar-)Forschung sich zukünftig nutzbringend einbringen kann.

Professor Klaus Mainzer von der TU München stellte in seinem Vortrag klar, dass sich aus riesigen Datenmengen mit cleveren Suchalgorithmen zwar komplexe Muster und Korrelationen erkennen ließen, wenn aber die zugrunde liegenden Zusammenhänge nicht verstanden seien, blieben die Ergebnisse nichts weiter als Zufallstreffer. "Die Wissenschaft ist weiterhin gefordert, denn Korrelationen ersetzen keine Theorie. Wir brauchen Urteilskraft, um Daten und Algorithmen zu bewerten“, lautete sein Fazit.

Die Teilnehmer auf dem Podium thematisierten die vielen noch offenen Fragen zur Datenverfügbarkeit sowie zur Datenhoheit und plädierten für eine systematische Herangehensweise der gesamten Agrarforschungscommunity.