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Fotos aus der Veranstaltung

Vorträge

Wolfgang Haber, TU München
Agrarstandorte - Vorkommen, Zugang, Nutzen (PDF)
Stand: 11/2014

Rafael Popper, Universitiy of Manchester UK
Foresight - Processes and Methods (PDF)
Stand: 11.2014


ergänzende Informationen
W. Haber (2011): Verändern erneuerbare Energien unsere Landschaften?
W. Haber (2004): The Challenge of Multifunctional Production – Which Function will
prevail?

Übersicht

Veranstaltungsort

Georg-August-Universität Göttingen
Alfred-Hessel-Saal
Papendiek 14
37073 Göttingen

Forschungsstrategisches Fachforum 2014

Beim dritten Forschungsstrategischen Fachforum am 4. November 2014 stand das Thema Foresight Agrarforschung im Mittelpunkt.

Prof. Dr. Wolfgang Haber von der TU München umriss in seinem Impulsvortrag die komplexen Wirkungszusammenhänge von Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Nahrungsmittelerzeugung und Welternährung. Mit der Frage „Wo beginnt Agrarforschung?“ leitete er eine engagierte Diskussion mit Prof. Dr. Hannelore Daniel (TU München), Prof. Dr. Thomas Mettenleiter (Friedrich-Loeffler-Institut), Prof. Dr. Urs Niggli (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) und Dr. Heino von Meyer (OECD) ein.

Foresight bedeutet eine strukturierte Vorausschau, in der für die Gesellschaft relevante Trends und technologische Entwicklungen zielgerichtet durchdacht werden sollen. Daraus lassen sich wichtige Handlungsfelder ableiten. „Das Ziel ist eher ein Bewusstmachen, nicht die Präsentation von Vorhersagen und fertigen Lösungen“, verdeutlichte Foresight-Experte Dr. Rafael Popper vom Manchester Institute of Innovation Research.

In der Podiumsdiskussion wurde ein gemeinsamer Tenor deutlich: Ein räumlicher und zeitlicher Blick über den eigenen Sektor ist notwendig, die dauerhafte Partizipation aller Stakeholder für einen echten Dialogprozess aber eine große Herausforderung. Übergeordnete, gesellschaftlich relevante Themen wie etwa die zukünftige Nahrungsmittelversorgung, die Bereitstellung erneuerbarer Rohstoffe bei gleichzeitigem Schutz der natürlichen Umwelt müssen noch mehr in den Fokus rücken und dauerhaft auf der politischen Agenda gehalten werden. Letztlich reicht das aber nicht. Es sollte nicht nur wie bisher um wissenschaftliche Empfehlungen gehen, die vorhandene Trends in die Zukunft zu projizieren. Heino von Meyer reißt ein neues wissenschaftliches Selbstverständnis an, wenn er die Wissenschaft nach Empfehlungen fragt: „Was muss sich jetzt ändern, damit wir in 50 Jahres ein gewünschtes Ziel erreichen?“

Die Vorgehensweise in den thematischen Fachforen, zunächst ein gewünschtes Ziel zu definieren und daraus die wichtigen Handlungsfelder abzuleiten, wird durch die Diskussion ergänzt und gestärkt. Diese andere Herangehensweise an Foresight-Prozesse soll mit den Impulsen der Veranstaltung fortgeführt und der DAFA in den weiteren fachlichen Arbeiten zu eigen werden.

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