transparent

Suche::

Externe Veranstaltung

Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik
Brot oder Biene? Agrarwirtschaft und Artenschutz in Deutschland

12. Nov. 2018, 19:00 Uhr
Hannover

Veranstalter: Volkswagenstiftung, in Kooperation mit dem Verbund Transformationswissenschaft Agrar Niedersachsen

Sprecher: DAFA-Vorstand Prof. Dr. Urs Niggli, FiBL, und Prof. Dr. Teja Tscharntke, Uni Göttingen

Fachforum Bienen und Landwirtschaft

Synergien erforschen, Lösungen entwickeln

Die Bedeutung von Bienen und ihrer Funktion in Agrarökosystemen ist zunehmend in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Klar ist: ohne die Bestäubungsleistung von Honig- und Wildbienen würden viele Kulturpflanzen weniger oder keine Früchte tragen. Neben der Produktion von Honig und Wachs, kommt der Imkerei bei der Erbringung der ökosystemaren Dienstleistung Bestäubung eine besondere Bedeutung zu. Inwieweit die Gesundheit von Honigbienen und die Häufigkeit und Diversität von Wildbienen (einschließlich Hummeln) in Agrarlandschaften in den letzten Jahrzehnten abgenommen haben, wird von der Öffentlichkeit lebhaft diskutiert. Die Datengrundlage für ein genaueres Bild ist jedoch lückenhaft bzw. uneinheitlich. Bei bisherigen Lösungsansätzen zur Verbesserung des Zusammenspiels zwischen Bienen, Imkerei und Landwirtschaft handelt es sich folglich meist um einzelne Ansätze auf lokaler bis regionaler Ebene. Dementsprechend fehlen in vielen Bereichen forschungsbasierte, praxistaugliche Lösungen, die eine Ableitung von politischen Handlungsoptionen zulassen und zu einer nachhaltigen, flächenhaften Verbesserung der Situation beitragen.

In Anbetracht der Bedeutung von Bienen für die Landwirtschaft ist es Ziel des neuen DAFA-Fachforums Bienen und Landwirtschaft, die wissenschaftliche Basis für eine Nutzung der Synergien von Bienen, Imkerei und Landwirtschaft zu verbessern. Zum einen sollen die Bedingungen für die Entwicklung von Honig- und Wildbienen auf dem Land und in Städten verbessert und die Imkerei unterstützt werden; zum anderen soll die Bestäubungsleistung optimiert werden, was auch den landwirtschaftlichen Produktionssystemen zu Gute käme.

Bild: Fischer.H (Wikimedia, CC-A-SA)