Workshop-Serie: Agrarforschung zum Klimawandel

In einer Serie von Online-Workshops werden aktuelle Themen aus Sicht der Forschung behandelt. Damit bieten wir eine Diskussionsplattform, um sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen und gemeinsame Forschungsrichtungen zu entwickeln. In größeren Abständen werden die Online-Workshops durch Konferenzen ergänzt, in denen Erkenntnisse für eine breitere Fachöffentlichkeit zusammengefasst und „Blinde Flecken“ der Forschung aufgedeckt werden sollen.

Die Workshops bestehen aus Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und einer Verständigung über die Dokumentation von Erkenntnissen und der Identifikation von „blinden Flecken“ aus der Veranstaltung. Zudem soll eine Übersicht über laufende Projekte zu dem Thema erstellt werden.

Die Workshop sind kostenlos. Sie finden in der Regel nachmittags statt.

(Stand der Planung: 2022-01-17)

2. Feb.
2022

13:30–17:05

Carbon Farming

Beim Carbon Farming soll mit landwirtschaftlichen Verfahren Kohlenstoff langfristig gebunden werden. Wie groß sind die Potenziale für Humusaufbau, für Agroforst, Pflanzenkohle oder Baustoffen? Welche Möglichkeiten, offene Fragen und Lösungsansätze gibt es? Welche Rolle spielen CO2-Zertifikate?

Gastgeber: Annette Freibauer, Claudia Heidecke, Claas Nendel

Keynotes

  • PD Dr. Martin Wiesmeier, Technische Universität München und Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft:
    Humusaufbau / Humuszertifikate
  • Dr. Claudia Kammann, Hochschule Geisenheim:
    Wirkung von Pflanzenkohle als zusätzliche C-Senke
  • PD Dr. Axel Don, Thünen-Institut:
    Gehölze in Agrarlandschaften zur C-Sequestrierung
  • Dr. Claudia Heidecke, Stabsstelle Klima, Thünen-Institut:
    Überblick EU-Konzept und offene Fragen zum Carbon Farming
  • PD Dr. Jens Leifeld, Agroscope:
    Kohlenstoffzertifizierung – wie umgehen mit reversiblen Senken?
  • Dr. Carsten Paul, Zentrum für Agrarlandschaftsforschung
    Maßnahmen- und ergebnisorientierte Anreizsysteme bei Humuszertifikaten in Deutschland

im Anschluss (17:15–18:15): Kurz-Präsentationen von Forschungsprojekten

2. März
2022
Klimafreundliche Rinderhaltung – Methan-Emissionen messen, bewerten, vermindern

Haltungs- und Produktionssysteme unterscheiden sich dadurch, wie viel Methan emittiert wird — Minderungspotential, das genutzt werden kann. Auch die physiologischen Eigenschaften von Wiederkäuern können die Emissionen mindern. Welche Zielkonflikte gibt es, wie lassen sie sich lösen und wie weit lassen sich die Emissionen reduzieren?

Gastgeber: Eva Gallmann, Hermann H. Swalve, Hubert Spiekers

Keynotes

  • Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen, PIK Potsdam:
    Bewertung von Methanemissionen (national / international)
  • Dr. Monika Zehetmeier, LfL Bayern:
    Beurteilung und Einsparpotentiale von Treibhausgasen im Futterbaubetrieb
  • Dr. Manfred Trimborn, Universität Bonn:
    Methanmessung und -minderung im Stall
  • Prof. Dr. Markus Rodehutscord, Universität Hohenheim:
    Beitrag der Tierernährung zur Methanreduzierung
  • Dr. Yvette de Haas, Wageningen University & Research:
    Ways to reduce GHG emissions of dairy cows by genetic selection
4. Mai
2022
Klimawandel und Erträge

Prognosen zu landwirtschaftlichen Erträgen für die Mitte des 21. Jahrhunderts mittels Agrarökosystem-Modellen, Klimasimulationen und Szenarien werden ständig verbessert. Hier wird der Stand der Forschung diskutiert.

Gastgeber: Claas Nendel, Cathleen Frühauf, Til Feike, Mareike Söder

Keynotes

  • Dr. Mareike Söder, Thünen-Institut, Braunschweig:
    Ertragsverluste durch Extremwetterlagen in Deutschland.
  • Dr. Til Feike, JKI, Kleinmachnow:
    Bewertung der Weizenerträge zur Mitte des Jahrhunderts und seine Unsicherheiten
  • Dr. Cathleen Frühauf, DWD Braunschweig:
    Extremwetterereignisse und Klima-Indikatoren für Deutschland 2031-2060
  • Prof. Dr. Claas Nendel, ZALF Müncheberg:
    Landwirtschaftliche Erträge – Projektionen für Deutschland 2031-2060
1. Juni
2022
Top-Thema aus der KlimAgrar-Umfrage: Pflanzenschutz

Die Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Kommission sieht eine 50 % Reduzierung der Anwendung und des Risikos von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln vor. Das ist schon ohne Klimawandel sehr ambitioniert. Mit Klimawandel wird es vermutlich noch viel schwieriger. Aber was wissen wir zu den Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, Pflanzenkrankheiten, Schädlingen und Vorsorgemechanismen? Gibt es Synergien, Konflikte? Wie kann der Pflanzenschutz vorausschauend verbessert werden?

Okt.
2022
Aktuelles vor der COP27-Konferenz

Welche Entscheidungen stehen an? Welche Position nimmt Deutschland ein? Was könnte die Landwirtschaft beitragen?

Gastgeber: Gesamte Steuerungsgruppe

2023 Konferenz „Agrarforschung zum Klimawandel“

Erkenntnisse der Workshops werden für eine breitere Fachöffentlichkeit zusammengefasst und „blinde Flecken“ der Forschung werden eingegrenzt.

© Deutsche Agrarforschungsallianz