Fachforum Nutztiere

Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft – gemeinsam für eine bessere Tierhaltung

Ziel des Fachforums ist es, mit einem langfristigen, strategisch ausgerichteten Konzept die Kräfte der deutschen Agrarforschung zu bündeln, um eine substanzielle Verbesserung des Zustands der Nutztier-haltung herbeizuführen und bestmöglich mit den Erwartungen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.

Dazu haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Mitgliedseinrichtungen gemeinsam mit Wirtschaft, gesellschaftlichen Gruppierungen, Forschungsförderung, Politik und Ministerien die DAFA-Strategie Nutztiere erarbeitet.

Ein wichtiges Merkmal besteht darin, dass die Strategie nicht mit dem einmaligen Vorschlag von Forschungsthemen endet, sondern eine fortlaufende Bewertung des Erkenntnisfortschritts vorsieht. Dieses Monitoring soll eine Steuerung und Anpassung künftiger Instrumente und Fördermaßnahmen ermöglichen, damit die langfristigen Ziele nicht aus dem Blick geraten.

Organisationsstruktur

Das Fachforum setzt sich aus sechs Clustern (Gesellschaft, Indikatoren, Ländlicher Raum, Rind, Schwein und Geflügel) zusammen. In jedem Cluster sind ein oder mehrere Forschungskonsortien aktiv bzw. sind geplant.

Eine 21-köpfige Gruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat sich bereit erklärt, die Nachverfolgung der Strategie verantwortlich mitzugestalten.
Die Clustersprecher/-innen sind für das Monitoring ihres Teilgebietes verantwortlich. Den strategischen Kopf der Aktivitäten bildet die Steuerungsgruppe, die auch die Berichterstattung an die DAFA-Mitglieder übernimmt. Um die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Fachforums sicher zu stellen, werden alle Entscheidungen durch die DAFA-Mitglieder getroffen.

Ansprechpartner

Dr. Martin Erbs
Tel. +49 (0)531 5961019
martin.erbs@dafa.de

Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe ist verantwortlich für die strategische Gesamtplanung und Ausrichtung des Fachforums.
Sie berät gemeinsam mit dem Beirat über die Entwicklung des Sektors, die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten und Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des Konzepts. Zusammen mit den Clustersprecherinnen und -sprechern berichtet die Steuerungsgrgruppe an den DAFA-Vorstand und die DAFA-Mitgliederversammlung.

Clustersprecher

Die Sprecherinnen und Sprecher sind verantwortlich für die Ausrichtung und inhaltliche Weiterentwicklung des Clusterprofils. Die Sprecherinnen und Sprecher können bei Fragen zum Cluster kontaktiert werden.

Cluster 1 – Gesellschaft

ProfDrFolkhard Isermeyer  Thünen-Institut, Braunschweig
ProfDrHarald Grethe  Humboldt Universität zu Berlin
ProfDrAchim Spiller  Universität Göttingen

Cluster 2 – Indikatoren

ProfDrEberhard von Borell  Universität Halle
ProfDrKay-Uwe Götz  Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, Grub
ProfDrLars Schrader  Friedrich-Löffler-Institut, Celle

Cluster 3 – Ländlicher Raum

ProfDrJosé Martinez  Universität Göttingen
DrStefan Neser  Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
ProfDrChristine Tamásy  Universität Vechta

Cluster 4 – Rind

ProfDrReiner Brunsch  ATBPotsdam-Bornim
DrHiltrud Nieberg  Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, BS
ProfDrHermann Swalve  Universität Halle

Cluster 5 – Schwein

Prof. Dr. Eva Gallmann, Universität Hohenheim
ProfDrKarl-Heinz Waldmann, TiHo Hannover

Cluster 6 – Geflügel

ProfDrMatthias Gauly,  Universität Bozen
ProfDrSilke Rautenschlein,  TiHo Hannover
Prof. Dr. Robby Andersson, Hochschule Osnabrück

Beirat

Die Mitglieder des Beirates begleiten die Umsetzung der DAFA-Strategie und bewerten den Fortschritt in den Clustern. Folgende Vertreter sind in den Beirat berufen:
  • DrHelmut Born, Deutscher Bauernverband e.V.
  • Paul Brand, Verband der Fleischwirtschaft e.V.
  • Paul Daum, Kaiser’s Tengelmann GmbH
  • Jochen Dettmer, BUND e.V.
  • Hans-Michael Goldmann, Agrarausschuss des dt. Bundestages
  • ProfDrFriedhelm Jaeger, AG Tierschutz der LAG Verbraucherschutz
  • Jutta Jaksche, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
  • DrThomas Janning, Zentralverband der dt. Geflügelwirtschaft e.V.
  • DrRamon Kucharzak, BMBF
  • Ina Müller-Arnke, Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz e.V.
  • Sabine Ohm, ProhVieh e.V.
  • Brigitte Rusche, Deutscher Tierschutzbund e.V.
  • DrHans-Peter Schons, Arbeitsgemeinschaft dt. Tierzüchter e.V.
  • DrHartmut Stalb, BMELV

Bekanntmachungen

Praxisanwendungen der chirurgischen Ferkelkastration unter Betäubung und postoperativer Schmerzbehandlung

ERA-Net SusAn, 1. Call

ERA-Net SusAn, 1. Call

Laufzeit der Bekanntmachung: 04.01.2016 – 29.03.2016
Ziel der Projektförderung sind interdisziplinäre Forschungsprojekte und innovative Ansätze die darauf abzielen, den Bedarf an hochwertigen Erzeugnissen tierischer Herkunft sicherzustellen. Die Forschungsvorhaben sollen die drei Bereiche des Nachhaltigkeitsprinzips (Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft) im Verbund abdecken.

Die Begutachtung der eingereichten Skizzen läuft. Voraussichtlich Mitte Juli werden die Antragsteller über das Ergebnis informiert.

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Förderung von Innovationen zur Bewertung der Tiergerechtheit

Laufzeit der Richtlinie: 27.04. – 27.08.2015
BMEL, BLE-Innovationsprogramm
Förderung von Innovationen zur Bewertung der Tiergerechtheit und des Tierwohls in der landwirtschafltichen Nutztierhaltung unter Einsatz geeigneter Indikatoren

Mit der Richtlinie sind die wesentliche Vorschläge zum Cluster Indikatoren aus der DAFA-Nutztierstrategie aufgegriffen worden.

Modell- u. Demonstrationsvorhaben zum Tierschutz (MuD)

Laufzeit der Bekanntmachung: 31.12.2014 – 12.02.2015
Modell- u. Demonstrationsvorhaben zum Tierschutz (MuD)
:

Für das Kompetenzzentrum Tierschutz wurden 26 Betriebe für die Bereiche Schweinehaltung (Ferkelaufzucht u. Schweinemast) und Haltung unkupierter Legehennen (Aufzucht unkupierter Küken u. Legehennenhaltung) ausgewählt.

Entwicklung von Konzepten und Programmen für die nachhaltige Tierzucht sowie für Vermarktungsstrategien für besonders tiergerecht produzierte Erzeugnisse

Laufzeit der Bekanntmachung: 10.11.2014 – 10.02.2015
BMELBÖLN-Programm
Entwicklung von Konzepten und Programmen für die nachhaltige Tierzucht sowie für Vermarktungsstrategien für besonders tiergerecht produzierte Erzeugnisse

Die Bekanntmachung greift wesentliche Vorschläge der DAFA-Strategie Nutztiere auf.

ERA-Net ANIWA, 3. Call

Laufzeit der Bekanntmachung: 17.11.2014 – 12.02.2015
ERA-Net ANIWA, 3. Call

Topic 3: Animal Welfare: The topic adresses very specifically the subtopics databases and automatic recording systems , research on dairy cattle, pigs, broilers, laying hens and fish

Insgesamt 4 Konsortien zu Indikatoren/Tierwohl sind aus dem letzten Call des ERA-Net ANHIWA hervorgegangen: je 2 Projekte zur Masthühnern und zu Schweinen. Deutsche Wissenschaftler sind an 2 Konsortien beteiligt.

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Förderung von Maßnahmen zur Minimierung der Übertragung von antibiotikaresistenten Bakterien oder Antibiotikaresistenzeigenschaften entlang der Lebensmittelkette

Laufzeit der Bekanntmachung: 23.01. – 14.05.2014
BMEL, BLE-Innovationsprogramm

Förderung von Maßnahmen zur Minimierung der Übertragung von antibiotikaresistenten Bakterien oder Antibiotikaresistenzeigenschaften entlang der Lebensmittelkette

Mit der Bekanntmachung wird ein Aspekt der DAFA-Nutztierstrategie aus dem Cluster Geflügel (Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes) aufgegriffen und ist prinzipiell für alle tierartenbezogenen Cluster offen.
Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung von Produkten, Technologien, Verfahren oder Arbeitstechniken, die die Entstehung, den Transfer oder die Übertragung von antibiotikaresistenten Bakterien oder deren Eigenschaften von der Tierhaltung über die gesamte Lebensmittelkette reduzieren oder vermeiden.

Kompetenzzentrum Tierschutz für die Demonstrationsbetriebe

Laufzeitder Bekanntmachung: 16.12.2013 – 04.02.2014
BMEL, BLE-Modell- und Demonstrationsvorhaben

Kompetenzzentrum Tierschutz für die Demonstrationsbetriebe

Im Bereich des Wissenstransfers (MuD) zum Tierschutz hat die Bietergemeinschaft aus FiBLProjekte GmbH und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) den Zuschlag für das Kompetenzzentrum erhalten. Sie übernehmen die fachliche Betreuung und die Koordination des Gesamtnetzwerkes „Demonstrationsbetriebe Tierschutz“. In den tier- und themenbezogenen Gruppen werden Demonstrationsbetriebe über den aktuellen Tierschutzstandard hinausgehende Maßnahmen umsetzen.

Innovative Beratungskonzepte für den Bereich Tierschutz

Laufzeit der Bekanntmachung: 04.06.2013 – 25.07.2013
BMEL, BLE-Modell- und Demonstrationsvorhaben
Innovative Beratungskonzepte für den Bereich Tierschutz

Im Bereich des Wissenstransfers (MuD) zum Tierschutz wurden im ersten Schwerpunkt „Innovative Beratungskonzepte“ acht Beratungsinitiativen initiiert.
 

Förderung von Innovationen zur Verbesserung der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren

Laufzeit der Bekanntmachung: 09.10.2012 – 31.01.2013
BMEL, BLE-Innovationsprogramm

Förderung von Innovationen zur Verbesserung der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren

Aktuell sind 27 Verbünde bewilligt.
Die Bekanntmachung nimmt Bezug auf wesentliche Vorschläge aus der DAFA-Strategie Nutztiere zu den Clustern Gesellschaft und Ländlicher Raum sowie den tierartenbezogenen Clustern Rind, Schwein und Geflügel.

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ERA-Net ANIWA, 2. Call

ERA-Net ANIWA, 1. Call

Laufzeit der Bekanntmachung: 17.09.2012 – 16.10.2012
ERA-Net ANIWA, 1. Call

Topic 1: Promoting research integrating animal health and welfare: development of animal‐based indicators of animal health and welfare, development and implementation of new husbandry systems ensuring good health and welfare

Zum Themenbereich Indikatorenwerden insgesamt drei Projekte gefördert: zu Schwein, Truthahnund Kanninchen. Deutsche Wissenschaftler sind an der Koordination zur Kanninchenhaltung beteiligt.

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Projekte

Innovationsprogramm zur Verbesserung der Tierhaltung

Innovationsprogramm zur Verbesserung der Tierhaltung

BMEL, Bekanntmachungen der BLE

  1. Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Verbesserung der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren vom 9. Oktober 2012
  2. Richtlinie über die Förderung von Innovationen zur Bewertung der Tiergerechtheit und des Tierwohls in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung unter Einsatz geeigneter Indikatoren im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung vom 27. April 2015

Gesellschaft

  • SocialLab – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft
  • Community Supported Agriculture: Entwicklung von innovativen Konzepten zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verankerung der modernen Tierproduktion
  • MarkiT – Weiterentwicklung eines Markenfleischprogramms zu einer tiergerechteren Urproduktion unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Aspekte

Bewertung der Tiergerechtheit

  • Bewertung der Tiergerechtheit in der Milchviehhaltung – Indikatoren im Bereich Stoffwechsel und Fütterung
  • RETROCORT – Etablierung und Validierung einer Methodik zur Bestimmung von Glucocorticoiden in Haaren und Federn als Bioindikator zum retrospektiven nicht-invasiven Monitoring für Tierwohl in verschiedenen Nutztierspezies
  • Entwicklung von Indikatoren sowie Etablierung eines automatisierten Verfahrens zur Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten bei Fischen in der Aquakultur
  • IBETA – Erarbeitung eines semantischen Indexmodells zur Bewertung des Tierwohls von Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) und europäischem Zander (Sander lucioperca) in der Aquakultur
  • Erfassung positiver Emotionen beim Schwein
  • FITCOW – Essentielle Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren in der Milch als Bioindikatoren für die Tiergesundheit bei der Milchkuh
  • Frühindikatoren für das Auftreten von Schwanzbeißen beim Schwein
  • AniFair – ein Tool zur Bewertung der Tiergerechtheit mit der Multi-Criteria-Analyse
  • Aggregiertes Indikatorkonzept zur Beurteilung von Tierschutzleistungen und deren ökonomische Implikationen in der Milchviehhaltung
  • Analyse und Weiterentwicklung von Indikatoren zu Tiergerechtheit und Tierwohl in der Mastschweinehaltung
  • Multivariate Bewertung des Tierwohls durch integrative Datenerfassung und Validierung von Tierwohlindikatoren in Schweinebeständen
  • Pigs And More – Entwicklung eines Tierwohl-Indikator-basierten Beratungskonzeptes
  • EiKoTiGer – Praxistauglichkeit von Tierschutzindikatoren bei der betrieblichen Eigenkontrolle, Erarbeitung eines Bewertungsrahmens sowie technische Umsetzung in digitalen Anwendungen (‚Eigenkontrolle Tiergerechtheit‘)
  • Q-Check – Tierwohl in der Milchviehhaltung mit System – Von der betrieblichen Eigenkontrolle bis zum nationalen Monitoring

Emissionsminderung

  • N-Reduk – Einfluss einer N-reduzierten Fütterung von Milchkühen bei Einsatz geschützter Aminosäuren auf tierische Leistungen, N-Ausscheidungen und Ausstoß klimarelevanter Gase
  • Emissionsminderung aus Geflügelställen durch kombinierte Abluftreinigung
  • REDUCE – Nachhaltige, tier- und umweltgerechte Rinderhaltung durch Minderung von Ammoniakemissionen mit Hilfe eines Ureaseinhibitors
  • ARA – Optimierung der Abscheidung von Bioaerosolen aus der Abluft eines Schweinestalls durch die Entwicklung einer innovativen automatisierten Prozesssteuerung zur Regulierung der Filterfeuchte in einer dreistufigen Abluftreinigungsanlage

Verbesserung der Milchviehhaltung

  • ProKlaue – Analyse der Lokomotion des Rindes mittels Fluoroskopie und neuartiger Druckmesssysteme zur Modifikation von Klauenpflegemethoden und zur nachhaltigen Optimierung von tierartgerechten Haltungsverfahren
  • KlauenFITnet – Entwicklung einer Dienstleistung zur Verbesserung der Klauengesundheit von Milchkühen durch Vernetzung und Verdichtung von Daten für das Tiergesundheitsmanagement
  • CowSoft – Entwicklung einer Software für die Bewertung, Planung und zum Nachweis verschiedener Haltungsstrategien auf die Steigerung des Wohlbefindens von Milchkühen
  • ChronMast – Entwicklung von Biomarkern für Wirtsdeterminanten akuter und chronischer Mastitis beim Rind
  • ERIS – Vergleich innovativer Methoden zur effektiven Reduktion der Insektenbelastung im Stall
  • YHealth – Gesundheitsmonitoring in der Aufzuchtphase als Grundstein für die nachhaltige und langfristige Verbesserung der Tiergesundheit in Milchviehbetrieben
  • SoundHooves – Messsystem zur automatisierten Frühdiagnostik von Klauenerkrankungen mittels akustischer Analyse des Körperschalls der Bewegungsabläufe von Rindern
  • gBAP – Entwicklung eines Anpaarungsprogramms mit zusätzlicher Nutzung genomischer Informationen
  • Intelligente LED-Beleuchtung für die Funktionsbereiche ‚Fressen‘, ‚Liegen‘ und ‚Laufen‘ in der Milchviehhaltung
  • optiKuh – Verbesserung der Haltung von Milchkühen durch Zuchtverfahren auf Futteraufnahme und Stoffwechselstabilität sowie Umweltverträglichkeit bei optimierter Fütterungsintensität und Nutzung von Stoffwechselindikatoren sowie Sensoren im Herdenmanagement

Verbesserung der Schweinehaltung

  • GIFER – Genomische Indikatoren für Ebergeruch, Fruchtbarkeit und Robustheit in Landrasse- und Edelschweinpopulationen
  • Inno-Pig – Einfluss verschiedener Abferkel- und Aufzuchtsysteme auf Tierwohl, Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit in der Schweinehaltung – ein interdisziplinärer Ansatz
  • Entwicklung und Prüfung von innovativen Freilaufabferkelbuchten unter den Aspekten von Verhalten, Gesundheit, Leistungen der Tiere sowie Arbeits- und Betriebswirtschaft
  • pigFit – Molekulargenetische und immunologische Analyse der Überlebensfähigkeit und des postnatalen Wachstums von Ferkeln
  • PPP-InfoS – Vernetzung vorhandener amtlicher und wirtschaftseigener Daten zu einem treuhänderisch und als Public-Private-Partnership verwalteten DatenInformationsSystem zur Verbesserung von Tierwohl und Tiergesundheit beim Schwein
  • EPOS – Definition, Erfassung und Optimierung von Parametern bei der Elektrobetäubung von Schlachtschweinen unter Tierschutz- und Fleischqualitätsaspekten
  • Opti-Sau – Sauwohl-Fütterung – tierindividuelle ad libitum Flüssigfütterung tragender Sauen in Gruppenhaltung unter Berücksichtigung automatisierter BodyConditionScore-Bewertung (BCS) und Rückenspeckdicken-Bewertung zur tierindividuellen Regelung der Energieaufnahme mittels Sortierschleuse
  • Entwicklung eines automatisierten Messverfahrens mittels Spektrometer Technik zur Detektion von geschmacksabnormem Eberfleisch
  • KonLuft – Entwicklung eines innovativen, nachrüstbaren Moduls zur Luftkonditionierung zur Optimierung der Stallluftqualität in Schweineställen
  • PleuroRes – Genmarker zur Resistenzzüchtung gegen Pleuropneumonie beim Schwein
  • Integration von Zu- und Umluftfiltern in der Schweinehaltung zur Reduzierung der Belastung mit Krankheitserregern

Verbesserung der Geflügelhaltung

  • Integhof –Geflügelhaltung neu strukturiert: Integration von Mast und Eierproduktion bei Einsatz des Zweinutzungshuhns als Maßnahme zum Tierschutz
  • TOGIS – Untersuchungen zur tierschutzgerechten Tötung von Geflügel unter Gaseinwirkung im Seuchenfall

Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) zum Tierschutz

Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) zum Tierschutz

Schwerpunkt 1 – innovative Beratungskonzepte

Verbesserung der Milchviehhaltung

  • Weideparasitenmanagement – Webbasierte Entscheidungsbäume: Vorausschauende Planung des Weidemanagements bei Wiederkäuern zur Verminderung der Belastung mit Magen-Darm-Würmern und zur Reduktion des Tierarzneimitteleinsatzes – Etablierung eines Online-Tools in der Landwirtschaftlichen Praxis in Deutschland (01.01.2014 – 31.12.2017)

Verbesserung der Schweinehaltung

  • Intervention bei akutem Schwanzbeißen beim Schwein – Umsetzung eines Beratungskonzeptes beim Auftreten von Caudophagie (Schwanzbeißen) bei Schweinen (01.04.2014 – 30.06.2016)
  • Prävention von Schwanzbeißen beim Schwein – Einzelbetriebliche Intensivberatung Schweine haltender Betriebe zur Reduzierung des Risikos von Schwanzbeißen (01.01.2014 – 31.03.2016)
  • Reduzierung des Medikamenteneinsatzes in der Ferkelerzeugung – Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung des Medikamenteneinsatzes in der Ferkelaufzucht durch innovative Beratung (01.03.2014 – 31.05.2016)
  • Tierwohl, Tiergesundheit und Umwelt bei der Mastschweinehaltung verbessern durch Optimierung der Lüftungsanlagen (01.01.2014 – 30.04.2016)

Verbesserung der Geflügelhaltung

  • Etablierung eines Managementtools bei Legehennen – Anwendung eines Managementtools (MTool) zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Gesundheit von Legehennen (01.02.2014 – 30.09.2016)
  • Minimierung von Federpicken bei Legehennen – Minimierung von Federpicken und Kannibalismus bei unkupierten Legehennen durch Optimierung der Herdenführung und Tierbetreuung unter Berücksichtigung der Junghennenzucht (01.01.2014 – 31.03.2016)

Schwerpunkt 2 – Demonstrationsbetriebe des Tierschutzkompetenzzentrums

Verbesserung der Milchviehhaltung

  • NW9 „Optimierung der Gruppenhaltung von Kälbern im Hinblick auf Vermeidung und Reduktion des gegenseitigen Besaugens (Milchviehhaltung – Ökobetriebe)“ (01.08.2016 – 31.07.2018)

Verbesserung der Schweinehaltung

  • NW3  „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen (Ferkelaufzucht) 6 Betriebe (01.06.2015 – 30.11.2017)
  • NW4 „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen“ (Schweinemast) 8 Betriebe (01.06.2015 – 30.11.2017)
  • NW5 „Gruppenhaltung ferkelführender Sauen“ 5 Betriebe (01.03.2016 – 30.06.2018)
  • NW8 „Verbesserung und Anreicherung der Haltungsumgebung von tragenden Sauen“ (01.08.2017 – 31.07.2019)
  • NW14  „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen (Ferkelaufzucht) – unter Einsatz von Automatisierungstechniken (in Vorbereitung)
  • NW15 „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen“ (Schweinemast) – unter Einsatz von Automatisierungstechniken (in Vorbereitung)

Verbesserung der Geflügelhaltung

  • NW1  „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Aufzucht unkupierter Legehennen unter Berücksichtigung des Auftretens von Federpicken und Kannibalismus“ – (Küken) 7 Betriebe (01.06.2015 – 30.11.2017)
  • NW2  „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Aufzucht unkupierter Legehennen unter Berücksichtigung des Auftretens von Federpicken und Kannibalismus“ – (Legehennen) 7 Betriebe (01.06.2015 – 30.11.2017)
  • NW11 „Minimierung des Federpickens bei Mastputen“ (01.10.2016 – 30.09.2018)
  • NW12 „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Aufzucht  unkupierter Legehennen unter Berücksichtigung des Auftretens von Federpicken und Kannibalismus “ – unter Einsatz von Automatisierungstechniken (Küken) (in Vorbereitung)
  • NW13 „Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Aufzucht  unkupierter Legehennen unter Berücksichtigung des Auftretens von Federpicken und Kannibalismus “ – unter Einsatz von Automatisierungstechniken (Legehennen) (in Vorbereitung)

mehr Informationen zu Modell- und Demonstrationsvorhaben (externe Seite)

German Animal Task Force

Nutztierwissenschaftler der DAFA bündeln Mitarbeit auf europäischer Ebene

Mit der German Animal Task Force (GATF) bündelt die DAFA die Kompetenzen der deutschen Nutztierwissenschaften und organisiert ihre Mitarbeit in der europäischen Animal Task Force (ATF). Sie bindet deutsche Wissenschaftler in die Erstellung von Positionspapieren und Stellungnahmen ein und informiert über Themen und Neuerungen aus der ATF. Eine Arbeitsgruppe mit fünf Vertretern aus deutschen Forschungseinrichtungen leitet die GATF.

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Der ATF-Themenschwerpunkt 2018 ist Animal farming for human’s well-being and planetary health.

Die ATF-Mitglieder erarbeiteten bis Ende 2016 ein zweites White Paper.  Die deutschen Nutztierwissenschaftler beteiligten sich an diesem Prozess und brachten ihre Expertise gebündelt mit ein. Die prioritären Themen des zweiten ATF-White Papers sind in die Gestaltung des Arbeitsprogramms 2018-2020 von Horizon 2020 eingeflossen.


Hintergrund

Die Animal Task Force(ATF) ist ein Verbund zur Förderung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen tierischen Erzeugung in Europa. Als Kompetenzcluster, der Vertreter aus der Industrie, aus Verbänden und der Forschung aus ganz Europa zusammenbringt, berät sie die europäische Kommision und dasEU-Parlament. Die Mitglieder setzen sich aus führenden Industrie- und Wirtschaftsverbänden sowie 14 „Knowledge Providern“ zusammen, unter denen die bekanntesten europäischen Agrarforschungseinrichtungen vertreten sind.

Die German Animal Task Force(GATF) bündelt die strategischen Positionen der DAFA und bringt diese als „Knowledge Provider“ in die in die ATF ein, damit sie in die Arbeitsprogramme von Horizon 2020 einfließen und für die Weiterentwicklung des Sektors nutzbar werden.

© Deutsche Agrarforschungsallianz