Landwirtschaft im Klimawandel: damit kennen wir uns aus!

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Ökosysteme der Erde und damit für die Lebensgrundlage der mensch­lichen Gesellschaft. Die Art und Weise, wie wir derzeit Nahrung erzeugen, steht dabei aus drei Gründen im Fokus:

  1. Die Landwirtschaft in Deutschland trug 2018 7 % zu den Deutschland zugeordneten Treibhausgasen bei (UBA: Nationale Trendtabellen) – seit 1994 jährlich zwischen 64 und 68 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (ohne Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forst). Besonders klimawirksame Treibhausgase wie Distickstoffoxid und Methan sind direkt mit Ackerbau und Tierhaltung verbunden.
  2. Landwirtschaft ist aber auch Leidtragender des Klimawandels. Steigende Temperaturen und eine Zunahme von Extremwetterlagen (z.B. Hitze, Dürre, Starkregen) erhöhen das Risiko von Ertragsausfällen. Landwirtschaftliche Betriebe sind gezwungen, ihre Produktionsstrategien anzupassen und so Risiken abzupuffern.
  3. Landwirtschaft ist Mitgestalter des Anpassungsprozesses an die Auswirkungen des Klimawandels und damit Teil der Lösung.

Die Landwirtschaft kann Nahrungsproduktion und die Bereitstellung von anderen Ökosystemleistungen so gestalten, dass weniger Treibhausgase entstehen. Zudem kann Land- und Fortwirtschaft dafür sorgen, dass klimaerwärmendes Kohlendioxid aus der Luft langfristig in organischer Masse im Boden fixiert wird.

Die Änderung der Nahrungsmittelerzeugung und des -verbrauches ist jedoch noch zu langsam, weil Landwirte, Konsumenten und Akteure in den Prozessketten beteiligt werden wollen und unterschiedliche Prioritäten haben. In der Ausgestaltung einer politischen Agenda, deren Umsetzung und deren regelmäßigen Justierung ist es wichtig, die Expertise der Agrarforschung in Deutschland in diesen Prozess einzubinden und den Austausch zwischen politischen Akteuren und Wissenschaftlern zu fördern. Unser zentraler Beitrag dazu liegt in der stärkeren Vernetzung der Forschenden zum Thema „Landwirtschaft im Klimawandel“ innerhalb Deutschlands, insbesondere über verschiedene Forschungsstrukturen hinweg!

Die Plattform unterstützt Wissenschaffende,

  1. aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren,
  2. potenzielle Synergien in der Forschungsarbeit zu identifizieren und zu verwirklichen und
  3. die vorhandene Expertise gezielt zu bündeln, um Politik und Gesellschaft (insbesondere die Akteure der Landwirtschaft) bestmöglich zu informieren und im Gegenzug politische und gesellschaftliche Belange in ihre Forschung zu integrieren.

Aktuelle Arbeitsphase: weiterer Input

Stand: April 2021

Arbeitsphase: weiterer Input

Zunächst (2021) wird die Plattform eine Übersicht erstellen über Einrichtungen und Arbeitsgruppen, die zum Bereich Landwirtschaft im Klimawandel arbeiten. Ab 2022 wird die Plattform Veranstaltungen ausrichten, die sich mit dem Thema beschäftigen und die Vernetzung der Forschenden in diesem Bereich fördern.

Auf der Abschlusskonferenz des Projektes KlimAgrar am 18.–19. November 2021 wird die Plattform öffentlich vorgestellt werden.

Plattform Landwirtschaft im Klimawandel bei KlimAgrar-Konferenz

Die Plattform Landwirtschaft im Klimawandel wird bei der KlimAgrar-Konferenz vom 18. – 19. November 2021 mit einem „Marktstand“ vertreten sein. Wir werden über die geplanten Tätigkeiten der Plattform informieren und sammeln Fragen und Expertise.

Besuchen Sie uns – melden Sie sich bei der Tagung an!

Linksammlung

Ansprechpartner

Dr. Martin Erbs
Tel. +49 (0)531 5961019
martin.erbs@dafa.de

Dr. Martin Köchy
Tel. +49 (0)531 5961017
martin.koechy@dafa.de

Hintergrund

Ausgehend von einem Impuls aus einem Fachgespräch des BMEL im Sommer 2019 mit Akteuren aus der Forschung, ist die Plattform von der Mitgliederversammlung der DAFA im November 2020 eingerichtet worden. Die Steuerungsgruppe hat sich im Januar 2021 konstitutiert.

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