Fachforum Grünland

Grünland innovativ nutzen und Ressourcen schützen

Grünland nimmt einen großen Teil der Landwirtschaftlichen Nutzfläche ein und hat damit eine hohe betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz. Die Ökosystemleistungen des Grünlands sind an eine Bewirtschaftung geknüpft. Herausforderungen der Grünlandbewirtschaftung sind der abnehmende Beitrag zur landwirtschaftlichen Wertschöpfung, die Entschärfung der Konkurrenz um Ackerfläche und die unbefriedigende Konvergenz landwirtschaftlicher und landschaftsökologischer Ziele.

Mit der DAFA-Forschungsstrategie Grünland soll der Wert des Grünlands für die zukünftige agrarische Produktion und darüber hinausgehende Ansprüche, wie beispielsweise Biodiversität, herausgestellt werden. Das Ziel des Fachforums ist es, innovative Wertschöpfungspotentiale des Grünlands standort- und praxisbezogen zu entwickeln. Die erzeugten Ökosystemleistungen sollen gemessen und bewertet werden. Mit einer vertieften Systemorientierung sowie inter- und transdisziplinären Ansätzen soll Grünland als Modellfall für moderne agrarwissenschaftliche Forschung bearbeitet werden.

Die DAFA-Forschungsstrategie Grünland wurde am 05.10.2015 von den Mitgliedseinrichtungen der DAFA verabschiedet und wird als deutsche und englische Fassung angeboten (siehe rechts). Für gedruckte Exemplare oder bei Fragen steht die DAFA-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner

Dr. Martin Köchy
Tel. +49 (0)531 5961017
martin.koechy@dafa.de

Steuerungsgruppe

Übersicht über Projekte aus der BMEL-Ausschreibung Innovationen für eine nachhaltige Grünlandwirtschaft

Stand: März 2018

Quelle: Förderkatalog des Bundes, Förderkatalog des PtBLE. Förderbeträge enthalten nicht die an Unternehmen gezahlten Leistungen.

Hintergrund

Die Mitgliederversamlung hat Anfang November 2012 in Berlin entschieden, ein Fachforum zum Grünland einzurichten. Dort und in einem Fachgespräch Grünland des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Ende November in Braunschweig wurde schon eine erste Ideenskizze von Prof. Dr. Johannes Isselstein (Universität Göttingen) bzw. Prof. Dr. Friedhelm Taube (Universität Kiel) vorgestellt. In der Diskussion hob Dr. Stürmer (BMEL) hervor, dass das Ministerium dieses Fachforum als wichtig erachtet und unterstützen will. Zur langfristigen Koordination von Forschungsvorhaben und Praxisanwendung wird sich das Julius Kühn-Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde (Prof. Dr. Jörg Michael Greef, Dr. Katrin Kuka, Dr. Torsten Thünen) mit seiner Stabsstelle Grünland einbringen und engagieren.

Bei einer Veranstaltung im August 2013 in Triesdorf wurde ein erster Strategieentwurf mit über 100 Akteuren aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Unternehmen, Verbänden, Interessengruppen, Forschungsförderern, Behörden und Politik diskutiert und weiterentwickelt.

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