20.–21. April 2026

Landwirtschaft auf dem Weg zum klimaneutralen Deutschland(?)

Deutschland will innerhalb der nächsten 20 Jahre klimaneutral werden. Dieses ambitionierte Ziel kann nur erreicht werden, wenn unvermeidbare Emissionen kompensiert werden. Für die Landwirtschaft  ergibt sich daraus die Verpflichtung, die Emissionen auf das wirklich Unvermeidbare zu reduzieren. Da die bisher im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung festgelegten Maßnahmen hierzu absehbar nicht ausreichen, besteht weiterhin Bedarf nach Ausweitung bisheriger Maßnahmen und Implementierung von zusätzlichen Maßnahmen ohne Leakage-Effekte. Ziel des Workshops ist es, Möglichkeiten hierzu zu identifizieren. Der Fokus liegt auf der Wirksamkeit von Maßnahmen, ihrer Implementierung und Skalierung auf größere Regionen und möglichst ganz Deutschland sowie auf Ansätzen für Monitoring und Quantifizierung der Maßnahmenwirksamkeit mit geringem Bürokratieaufwand für die landwirtschaftlichen Betriebe.

klatschendes Publikum

169 Teilnehmende – 55 Poster – 44 Vorträge – 4 Keynotes: Vielen Dank!

Die Veranstaltung zeigte, dass die Landwirtschaft auf dem Weg ist, aber sich dem Ziel nur langsam nähert. Die vielfältigen Tagungsbeiträge und anschließenden Diskussionen haben ein aktives Bild einer Forschung gezeichnet, die die Landwirtschaft unterstützt. Das macht Mut. Wie wir in den nächsten zwanzig Jahren die Treibhausgasemissionen drastisch verringern können, ist vor allem eine Frage der Umsetzung. Sie kann nicht allein naturwissenschaftlich beantwortet werden kann. Mit Beteiligung der Praxis und Vorschlägen für geeignete Politiken wird die Agrarforschung den Weg der Landwirtschaft zu einem klimaneutralen Deutschland weiter unterstützen.

Programm

Erster Tag, 20. April 2026

12:00 Ankommen
13:00 Eröffnung

BegrüßungDr. Roland Fuß, Thünen-Institut

Bodenkohlenstoff in der Schweiz: C-Sequestrierung, Treibhausgasinventar und THG-Minderungsmassnahmen
Dr. Sonja Keel, Agroscope [Wir bitten die Ton-„Störung“ von etwa 0:30 bis 2:30 zu entschuldigen. Die Originalaufnahme ließ sich bisher nicht wiederherstellen.]
Methanemissionen in der Landwirtschaft: Minderungsoptionen und Zielkonflikte
Prof. Dr. Wolfgang Siegert, Markus Peschel, Universität Göttingen
14:15 Parallele Vortragssesssions – Seminrarräume 2, 4, 5

  • Potenzial der Kohlenstoffbindung im Boden – Teil 1 (1. OG, Seminarraum 2)
  • Szenarien für ein klimaneutrales Deutschland – Teil 1 (2. OG, Seminarraum 5)
  • Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen – Teil 1 (2. OG, Seminarraum 4)
15:15 Pause
15:45 Postersession (1. OG, Seminarraum 3, und 2. OG, Foyer)

15:45 bis 16:20 — ungerade Posternummern
16:20 bis 16:55 — gerade Posternummern

17:00 Parallele Vortragssesssions – Seminarräume 2, 4, 5

  • Potenzial der Kohlenstoffbindung im Boden – Teil 2 (1. OG, Seminarraum 2)
  • Szenarien für ein klimaneutrales Deutschland – Teil 2 (2. OG, Seminarraum 5)
  • Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen – Teil 2 (2. OG, Seminarraum 4)
18:15 Fortsetzung der Diskussionen; mit Imbiss
Viele Personen stehen dicht gedrängt in einem Raum, betrachten Poster oder sprechen mit anderen Teilnehmern.

Beschreibung der Sessions

Die Kohlenstoffvorräte in landwirtschaftlich genutzten Böden nehmen tendenziell ab. Pflanzenbauliche Maßnahmen zum Erhalt bzw. Aufbau von Humus sind vielerorts bereits umgesetzt oder unwirtschaftlich. Im Grünland fehlen flächendeckend wirksame Maßnahmen auf Mineralböden. Die Session sucht daher neue Ansätze für Carbon Farming auf Mineralböden, die bisher ungenutzte Potenziale für den Aufbau von Bodenkohlenstoff entdecken und mobilisieren. Dies schließt Ansätze wie Carbon Farming Pflug, vielfältige Kleegrassysteme, Beweidung und Systeme ein, die eine hohe unterirdische Biomasse produzieren.

Der landwirtschaftliche Moorschutz geht nur schleppend voran. Hier warten noch große ungenutzte Potenziale zur CO2-Minderung und -speicherung. Die Session verweist auf die parallelen Aktivitäten im PaludiNetz (https://www.paludizentrale.de/paludinetz) und fordert insbesondere Akteure außerhalb der bereits vernetzten großen Projekte zu Beiträgen auf.

  • Vorträge, Teil 1
    • Ist die 4-Promille-Kamapgne realistisch umsetzbar? – Ergebisse aus Praxisversuchen | Urte Grauwinkel
    • HumusKlimaNetz – Erprobung humusmehrender Maßnahmen in der Praxis | Rolf Sommer
    • Klimaschutz-Potential des CarbonFarming-Pflugs in Deutschland | Marisa Gerriets
    • Standortspezifische Strategien für den Bodenkohlenstofferhalt im Freilandgemüseanbau | Sandra Münzel
  • Vorträge, Teil 2
    • Bewertung von Methoden zur Abschätzung von Kohlenstoffgehaltsveränderungen in Ackerböden | Konstantin Aiteew
    • Beweidungsgesteuertes Humusmanagement zur Treibhausgasminderung in der Milchviehhaltung | Marcus Schlingmann
    • Agroforst und Wasserretention auf Landwirtschaftsflächen als ein Weg aus der Klimakrise | Philipp Gerhardt
    • Ergebnisse des deutschlandweiten Moorbodenmonitorings (MoMoK) im Offenland | Bärbel Tiemeyer
    • Ökonomisch-hydrologische Analyse der THG-Minderung aus landwirtschaftlichen Moorböden | Elisabeth Angenendt
  • Poster
    1. Abschätzung und Nutzung des Kohlenstoffspeicherpotenzials von Ackerböden in SH | Conrad Wiermann
    2. Humusmonitoring für Baden-Württemberg | Jasmin Hanser
    3. Organischer Kohlenstoff in landwirtschaftlichen Böden: aktuelle Vorratsdaten aus Brandenbu | Pauline Winkler
    4. ClimateApples – Dauerhafter Humusaufbau für einen klimaresilienten Apfelanbau | Mirjam Koch
    5. Modell- und Demonstrationsvorhaben Humusaufbau im Hopfenanbau | Maximilian Lutz
    6. CarboVino – Bodenfruchtbarkeit und Klimaschutz durch humusfördernde Maßnahmen im Weinbau  | Olympia Samara
    7. Integrierte betriebliche Bewertung von Maßnahmen zur Humusbildung im Sonderkulturbereich | Anna Sauer
    8. Potentielle Kohlenstoffbindung von strohbasierter Pflanzenkohle in Ackerböden Deutschlands | Daria Seitz
    9. „Moormilch“: Grünlandbewirtschaftung mit Milchkühen auf Moor- und Anmoorböden | Marcus Schlingmann
    10. Rohrkolben-Paludikultur zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen von Niedermoorböden | Sandra Koop
    11. Szenarien für Biomasseerträge von Rohrglanz-gras unter torferhalten Wasserständen | Claas Voigt
    12. zurückgezogen
    13. Ansprüche an ein Life Cycle Assessment (LCA) für Nasswiesen-Paludikultur | Sebastian Foth
    14. Life Cycle Analysis von Nasswiesen-Biomasse entlang der Wertschöpfungskette | Michael Rühs
    15. Regionale Wertschöpfung durch Klimazertifikate und moorschonende Bewirtschaftung | Jonas Galdirs
    16. Bewertung von Nasswiesen-Biomasse als Faserrohstoff für Pa-pier und Verpackungen | Basri-Oktay Koc

Deutschland hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden und dies auch im Klimaschutzgesetz verankert. Um dies zu erreichen, sind massive Reduktionen der Emissionen in allen Sektoren erforderlich. Was dies für die Landwirtschaft bedeutet, welche Pfade und Szenarien denkbar sind und umsetzbar wären, und was dies für weitere Maßnahmen und Politikinstrumente bedeutet, ist Fokus dieser Session. Um die Ziele der Klimaneutralität zu unterstützen ist eine Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme notwendig, ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen adressiert. Diese Herausforderungen und Auswirkungen können an verschiedenen Szenarien bis 2045 diskutiert werden.

  • Vorträge, Teil 1
    • Ökonomische Bewertung exemplarischer technischer Klimaschutzmaßnahmen im Ackerbau | Christian Sponagel
    • Optionen für eine klimaneutrale Landwirtschaft – Ein Berechnungstool für Bayern | Peter Breunig
    • Wieviel Richtungssicherheit geben die neuen Klimaziele für die Landwirtschaft? | Margarethe Scheffler
    • Peat use reduction: Plan backwards from the future to overcome today’s conflicts | Anja Kretzschmann
  • Vorträge, Teil 2
    • Führen oder zögern? Deutschlands Agrarklima-schutz im europäischen Vergleich | Alisa Spiegel
    • Ökonomische Quantifizierung externer Effekte im deutschen Ernährungssystem | Claudia Hunecke
    • Ernährungswende als Transformationspfad: Implikationen der PHD für Klimaneutralität | Amelie Michalke
    • Gesunde Menschen, gesunder Planet: die Ergebnisse der EAT-Lancet-Kommission 2025 | Hermann Lotze-Campen
    • Ohne Verbraucher keine Ernährungswende: Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung | Nina Di Guida
  • Poster
    1. Auslaufgestaltung in der ökologischen Mastschweinehaltung – Nutzung, Eliminationsverhalten | Ulrike Höne
    2. Bewertung von Emissionsminderungsszenarien für viehintensive Regionen | Amarachi Agu
    3. Auswirkungen anhaltender Frühjahrstrockenheit auf die pflanzliche Produktion in Deutschlan | Marlene Palka
    4. Die ModOKlim-Strategie zur hochaufgelösten Agrarökosystemmodellierung mit MONICA | Marlene Palka
    5. Maßnahmen und Szenarien zum Klimaschutz in der Landwirtschaft | Nele Dreisbach
    6. Wie kann Natürlicher Klimaschutz zu klimaneutraler Landwirtschaft beitragen? | Elke Burow
    7. Agri-Photovoltaik: ein Beitrag zum nachhaltigen Obstbau durch Energieerzeugung | Greta Ott
    8. 23 Maßnahmen für eine Transformation des globalen Ernährungssystems | Benjamin Bodirsky

Klimaschutzmaßnahmen können die Effizienz von Verfahren steigern und in einigen Bereichen Kosten sparen. In den letzten Jahren sind verschiedene Initiativen zur Klimaschutzberatung auf landwirtschaftlichen Betrieben und zum regionalen Fachaustausch entstanden. Ziel der Session ist, bestehende Umsetzungsaktivitäten zu identifizieren und von ihnen zu lernen. Die Session richtet sich gezielt an Akteure der Wirtschaft, Beratung und Praxis, die Klimaschutzmaßnahmen aktiv fördern und umsetzen. Welche Maßnahmen wurden konkret umgesetzt? Wie werden die Erfolge dokumentiert? Welche Maßnahmen könnten einfach übernommen und in größerem Umfang umgesetzt werden? Die Beiträge können Maßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben und entlang der Wertschöpfungskette bis in den Lebensmitteleinzelhandel umfassen.

  • Vorträge, Teil 1
    • Abbildung von Klimaschutzmaßnahmen in der nationalen Treibhausgasbilanz | Bernhard Osterburg
    • Kosteneffizienz von Klimaschutzmaßnahmen: Einfluss von Annahmen und Unsicherheiten | Daniel Bretscher
    • EIPagri – Climate Fair Pork – minus 54% | Thomas Wehinger
    • Lebenszyklusanalyse auf Basis realer unterschiedlicher Zuckerrübenanbaumethoden | Sophia Bothe
  • Vorträge, Teil 2
    • Klimaschutz durch Substitution von Diesel in der Landwirtschaft: Potenziale und Methoden | Janine Mallast
    • Die BioCNG-Tankstelle als Beitrag zu einer ener-gieautarken und fossilfreien Landwirtschaf | Christian Ammon
    • Klima-Milchfarm – Umsetzung von Treibhausgasminderungsmaßnahmen in praxi | Stephan Schneider
    • Praxisnahe Klimaberatung: Chancen, Grenzen und Handlungsperspektiven | Siw Fasting
    • „Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden“ – Aus der Pilot- in die Expansionsphase | Cyrill Zosso
  • Poster
    1. Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen: Perspektiven aus der landwirtschaftlichen Praxis | Juliane El Zohbi
    2. Communities of Practice für eine klimarelevante Beratung (CoPs) in Deutschland | Annelie Bernhart
    3. Klimaschutz in Deutschland stärken durch Ko-operation mit internationalen Partnern | Nina Grassnick
    4. Erneuerbare Antriebsenergien für landwirtschaftliche Maschinen | Henning Eckel
    5. LIFE-EFACC: Klimaanpassung und Klimaschutz in der europäischen Wiederkäuerhaltung | Laura Monica Dale
    6. Wissenschaftliche Politikberatung als Motor für die Umsetzung von Klimaschutzstrategien | Cornelia Auer
    7. Trade-offs, Synergien und Optimierung von Mitigations-/Anpassungsstrategien im Klimawandel | Claudia Bethwell
    8. Klimaresiliente Anbauverfahren zur Risikooptimierung (KARO) | Sandra Krengel-Horney
    9. Demonstration der Ökonomie und Umweltleistungen von Körnerleguminosen in der Fruchtfolge | Martin Kind

Zweiter Tag, 21. April 2026

08:30 Ankommen
09:00 BegrüßungDr. Annette Freibauer, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Die Zukunft von Landnutzung und Ernährung in Deutschland
Dr. Christine Chemnitz, Agora Agrar
Minderungsmaßnahmen und MRV für Lachgasemissionen aus Böden
Prof. Dr. Klaus Butterbach-Bahl, Aarhus Universitet
10:15 Postersession, Fortsetzung (1. OG, Seminarraum 3, und 2. OG, Foyer) & Kaffee/Tee (Foyer EG)
11:00 Parallele Vortragssessions — Seminarräume 2, 4, 5

  • Nutztierhaltung und Klimaschutz (1. OG, Seminarraum 2)
  • Treibhausgasmonitoring (2. OG, Seminarraum 5)
  • Emissionen bei der Düngemittelverwendung (2. OG, Seminarraum 4)
12:30 Abschluss

Höhepunkte und Resümee— Dr. Claudia Heidecke, Thünen-Institut

13:00 Ende
Eine Frau trägt vor einem auf eine Leinwand projizierten Bild vor. Im Vordergrund sitzen Zuhörer. Man erkennt nur Ihre Köpfe.

Beschreibung der Sessions

Etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft stammen aus der Tierhaltung und davon ein Großteil aus im Zuge von Verdauungsprozessen gebildetem Methan. Der mengenmäßig größte Beitrag stammt von Wiederkäuern, doch auch andere Tierarten – wie Schweine, Pferde und Geflügel – tragen zu Methanemissionen bei. Verbreitete Minderungsoptionen sind häufig in Konflikt mit anderen Zielen der Tierhaltung. Auch kann es zu Zielkonflikten mit anderen Minderungsoptionen von Treibhausgasemissionen kommen, wie einem niedrigen Carbon Footprint der Fütterung. Zudem sind die langfristigen Auswirkungen solcher Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf physiologische Anpassungsprozesse, häufig noch unzureichend erforscht. Diese Session adressiert Minderungsoptionen von der Beeinflussung der Methanbildung bei allen relevanten Tierarten bis hin zur Bewertung von Zukunftsszenarien und setzt diese ins Verhältnis zu anderen Zielen.

  • Vorträge
    • Quantifizierung enterischen Methans bei Kühen mittels CFD-Simulation und Laserdetektor | Hannes Potts
    • Untersuchungen zum Einsatz von 3-Nitrooxypropanol in der Milchkuhfütterung | Thomas Ettle
    • Optimierung der Methanbilanzierung bei Milchkühen durch verbesserte Tiergesundheit | Laura Vogel
    • Wie viele Tiere können umweltverträglich in Deutschland gehalten werden? | Nele Dreisbach
    • Der CO2-Fußabdruck von Fischen: Ein Vergleich von Fangfischerei und Aquakultur | Christopher Naas
    • Ist das relevant? Tiergesundheit und Mortalität in landwirtschaftlichen Klimabilanzen | Philipp von Gall
  • Poster
    1. Frischgüllevergärung versus Separierung mit Feststoffvergärung: Systemische Zielkonflikte | Thomas Venus
    2. Emissionsreduktionsstrategien in der Färsenauf-zucht – Ökonomische Effekte von Erstkalbeal | Viola Schevel
    3. Eminex® – Klimafreundliches Güllemanagement | Dominik Reiter

Die nationalen Emissionsinventare sind die Zahlenbasis, auf deren Grundlage entschieden wird, ob die nationalen Minderungsziele erreicht wurden. Einzelbetriebliche und produktspezifische Klimabilanzen sind die Grundlage für privatwirtschaftlichen Klimaschutz. Für Beides ist es notwendig, dass umgesetzte Minderungsmaßnahmen auch abgebildet werden können. Dies erfordert einerseits das Vorhandensein von wissenschaftsbasierten Berechnungsansätzen, die ausreichend differenziert sind, und anderseits müssen Datengrundlagen zur landwirtschaftlichen Praxis vorhanden sein, die die Umsetzung der Maßnahmen widerspiegeln. Themen der Session sind Ansätze und Proxys für ein bürokratiearmes Maßnahmenmonitoring und die Verifizierung von Maßnahmenwirkungen.

  • Vorträge
    • Klimaschutzziele und Emissionsprojektionen für Landwirtschaft und LULUCF in Deutschland | Jörg Rieger
    • Organische Böden – die deutschlandweite Methodik zur Berechnung von Treibhausgasemissionen | Arndt Piayda
    • Ein Tier-3-Framework zur Quantifizierung von N2O-Emissionen aus deutschen Ackerböden | Clemens Scheer
    • Anforderungen an die Bewertung von Minderungsmaßnahmen auf einzelbetrieblicher Ebene | Thomas Venus
    • Quantifizierung CRCF-konformer Kohlenstoffentnahmen: Defizite und Lösungsansätze | Roxanne Geier
    • Mehrwert von Datenmanagement für Klimaschutz und Monitoring in den Agrarwissenschaften | Nikolai Svoboda
  • Poster
    1. Agri-GHG-Tool: Einzelbetriebliche Klimabilanzierung auf Basis nat. THG-Berichterstattung | Claudia Heidecke
    2. Das World-Climate Farm Tool – ein Klimabilanzierungstool für jeden Betrieb | Simon Zwatz
    3. CO2NSERVE: Integrierte, interdisziplinäre Klimabilanzierung im Ackerbau | Zaur Jumshudzade
    4. Welchen Anteil der landwirtschaftlichen Treib-hausgasemissionen verursacht der Ökolandbau? | Nele Dreisbach
    5. Gasförmige Verluste bei der N-Düngung in Ackerbaubetrieben seit 2014 | Annett Gummert

Seit der Novellierung der Düngeverordnung hat sich die Stickstoffnutzungseffizienz im Pflanzenbau erheblich verbessert und entsprechend sind die mit der Düngung zusammenhängenden Lachgasemissionen deutlich gesunken. Dadurch ist eine weitere Absenkung der Emissionen ohne Verringerung der Produktivität herausfordernd und die verbleibenden Minderungspotenziale sind unzureichend quantifiziert. Politisch diskutierte Maßnahmen umfassen so unterschiedliche Ansätze wie Präzisionslandwirtschaft, die Backweizeninitiative, den Einsatz von Nitrifikationsinhibitoren oder auch die weitere Ausweitung des ökologischen Landbaus. Auch völlig neue Düngerarten, wie „biobased fertilizers“, sind in der Entwicklung und die Emissionen nach deren Anwendung bisher unzureichend bestimmt. Die Session will die verbleibenden Minderungspotenziale eingrenzen, Maßnahmen möglichst umfassend bewerten und mögliche Interaktionen mit anderen Zielen, wie Ernährungssicherung, Erhalt und Aufbau von Bodenkohlenstoff oder Vermeidung von Nitratauswaschung, diskutieren.

  • Vorträge
    • Züchtungsforschung bei Backweizen für Klimaschutz in der Getreidewertschöpfungskette | Georg Langenkämper
    • Wirkung von Nitrifikationsinhibitoren auf Lach-gasemissionen in Deutschland | Gunda Schulte auf’m Erley
    • Fate of urease and nitrification inhibitors in surface water and saturated sediment | Eleonora Flores
    • Wann wirkt Präzisionsdüngung klimawirksam? Standortabhängige N₂O-Emissionen | Eduardo Cerull
    • Minderung gasförmiger N-Verluste durch optimierte Einarbeitung von organischen Substraten | Reinhard Well
  • Poster
    1. Efficacy comparison of nitrification inhibitors – N2O emission and production pathways | Arnold Wonneberger
    2. Projekt NitriKlim: Nitrifikationsinhibitoren als standortangepasste Klimaschutzmaßnahme | Lea Krug
    3. Keine Zunahme von NH₃‑Emissionen durch Nitrifikati-onsinhibitoren in Gülle zur N₂O‑Minderung | Andreas Pacholski
    4. Inhibitoren in der Weizendüngung: nicht überall gleich wirksam | Riecke Finck
    5. Systemweite Stickstoffbilanz- und Kosteneffekte des Einsatzes von CaCN₂ in der Gülledüngun | Custodio Matavel
    6. Reduktion von Emissionen durch Struvitbildung in Gülle und Gärrest | Markus Schindler
    7. Effekte der Ausbringung flüssig-organischer Dünger auf Denitrifikationsverluste | Jaqueline Stenfert Kroese
    8. SOC- und N Haushalt unter reduzierten Dünge-mitteleinsätzen: eine Langzeitmodellierung | Balazs Grosz
    9. Welchen Effekt hat die Gärrest-Ausbringungstechnik auf die gasförmigen Stickstoffverluste? | Caroline Buchen-Tschiskale
    10. Räumliche Heterogenität und Zielkonflikte bei Stickstoffmaßnahmen in der Landwirtschaft | Kaja Jurak
    11. Wie viel N-Düngung ist optimal fürs Klima? | Insa Kühling
    12. Vorfruchtwirkung von Leguminosen auf die Klima- und Ertragsperformance in Winterweizen | Merlin Zimmermann
    13. Einfluss von Mischkulturanbau auf Backweizenqualität und Bodenmikrobiom. | Till Newiger-Dous
    14. Abschätzung der N-Versorgung von Wintergetreide über skalierbare Applikationsfenster | Annika Behler
    15. Öl- und Eiweißpflanzen zur Entwicklung klimaangepasster Fruchtfolgen im Ökolandbau | Anastasia Ogay
    16. Effekt von Leguminosen in Fruchtfolgen auf Lachgasemissionen | Michael Amann

Veranstaltungsort

Tagungswerk
Lindenstraße 85
10969 Berlin

© Deutsche Agrarforschungsallianz